Schinkelgedenken am 11. Oktober 2025

Würdevolles Gedenken an den Tod von Karl Friedrich Schinkel im Jahre 1841
Sein Tod muss qualvoll gewesen sein. Das Gedenken an Karl Friedrich Schinkel, den Sohn Neuruppins, der 1841 in Berlin nach einem bewegten Leben und Monaten des Bangens und Leidens verstarb, war würdevoll. Worte zum Thema Schinkelplatz griffen schon etwas weiter vor.
Von Volkmar Heuer-Strathmann
Matthias Frinken erinnerte als Mitglied des Vorstands der KFSG an die Kindheit von Karl Friedrich in Neuruppin. Der Vater war Pfarrer. Er war - genauso wie die Mutter -ziemlich modern eingestellt. Man förderte den Nachuchs. Das um sich greifende Feuer im Jahre 1787 war eine Zäsur für die Stadt, für die Familie, für Karl Friedrich. Der Vater starb kurz darauf. Die Mutter bezog mit ihren Kindern eine kleine Wohnung in der Fischbänkenstraße im Predigerwitwenhaus. Da mehrere betroffene Familien Zuflucht fanden, dürfte es beengt gewesen sein. Ob hier der Wunch nach Weite gewachsen ist? Landschaftlich, aber auch räumlich? Der Museumskundler Jan Mende spricht in seinem 2024 erschienenen Werk über Schinkel und sein Seelenleben von einer “Gigantenwohnung” in der Berliner Bauakademie. Dort verstarb Karl Friedrich Schinkel am 9. Oktober 1841. Seine geliebte Frau Susanne war in seiner Nähe.
Bürgermeister Nico Ruhle würdigte den berühmten Architekten, Maler und Designer. Ruhle kann sich vorstellen, folgt man seinen Worten, dass ein “Schinkelplatz” rund um die Kulturkirche in mehrfacher Hinsicht auch werbewirksam sein würde, ganz abgesehen vom biografischen Bezug. Die Pfarrkirche stand ja dort, ebenso das Pfarrhaus. Wo genau, war wieder einmal Thema unter den Versammelten. Geworben für die zahllosen Events in der Kulturkirche würde mit dieser Adresse. Gäste von auswärts suchten den beliebten Veranstaltungsort nicht mehr am Kirchplatz. Im Mittelpunkt des evangelisch-lutherischen Gemeindelebens steht ja ohnehin die Klosterkirche am Ruppiner See. Ob es dennoch Einwände gibt gegen den neuen Namen? Die Debatte ist eröffnet. Das Wort von der “Fontane- und Schinkelstadt” fiel sogar.

